Das Bunto-Mobil!

Kommende Veranstaltungen der Bürgerinitiative:

Treffen der Bürgerinitiative

Für Interessierte, die mitmachen oder auch einfach nur mit uns und -einander ins Gespräch kommen wollen. Jeden 2. Mittwoch. NEUE ZEIT: 20.30 Uhr. ALTER ORT: Bunter Laden, Breite Straße 8. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Wir planen eine Veranstaltung zur Stadtteil-Kultur, das wird groß und spannend. Aber nur mit Euch und Ihnen! Eine ausführlichere Beschreibung des Projekts "Reudnitzer Lebenswelt_en" (PDF, Stand 07.06.2010) gibt es hier.

Nächste Termine: 9. und 23. Juni

Erinnerungsstütze - zurückliegende Veranstaltungen:

[1] Aktivitäten der Bürgerinitiative Buntes Reudnitz

Der 8. Mai 2010 - Aktiv gegen das Nazi-Zentrum in Lindenau und Querfeuer der LVZ

In diesem Jahr am 8. Mai lag die militärische Befreiung vom Nationalsozialismus durch die Alliierten 65 Jahre zurück. Daran hat eine Kundgebung auf dem Lindenauer Markt erinnert. Die Veranstaltung war eine klare Ansage an die neonazistischen Nachbarn in der Odermannstraße: Die Forderung der Redner_innen und auftretenden Künstler_innen war „Das Nazi-Zentrum in der Odermannstraße schließen!“. Das war auch die Botschaft der Demonstration. 100 bis 150 Menschen liefen am Vormittag vom Kino Cineding, am Nazi-Zentrum vorbei, zum Lindenauer Markt.

Zwei Tage vor dem 8. Mai sorgte ein Artikel in der Leipziger Volkszeitung, gelinde gesagt, für Irritation. LVZ-Redakteur Armin Görtz sah Oberbürgermeister Burkhard Jung in der "Antifa-Falle". Der hatte aufgrund von Widerstand in seiner eigenen Partei, der Leipziger SPD, den Aufruf nicht unterschrieben. Stattdessen richtete er ein Grußwort an die "Teilnehmer der Kundgebung zum 65. Jahrestag der Befreiung von der Nazi-Diktatur".

Unser Standpunkt (Auszüge):

"Folgt man der Berichterstattung in der LVZ und dem Standpunkt von Armin Görtz, so ist der Protesttag eine von "Linksextremisten", "Feinden der Demokratie" und "linken Geschichtsverdrehern" unter "wirren Parolen" veranstaltete Aktion. Diese Einschätzung ist schlicht falsch, der Aufruf ist weder "wirr" noch geschichtsrevisionistisch. Leider werden obige Zitate in der LVZ nicht kommentiert, geschweige denn nachgewiesen. Vor dem Hintergrund der Schwere der (implizit bleibenden) Vorwürfe wäre es aber das mindeste gewesen, diese auch zu belegen. (...) Zum 8. Mai hat ein breites, zivilgesellschaftliches Bündnis dazu aufgerufen, des Tages der Befreiung zu gedenken und gegen Neonazis zu demonstrieren. Wer solche wichtigen Veranstaltungen stets mit dem pauschalen Hinweis zu diskreditieren versucht, dass die "Linksextremisten" ja genauso schlimm seien, hat ein zweifelhaftes Demokratieverständnis. Er muss sich irgendwann die Frage gefallen lassen, welche Intention er tatsächlich hat."

Weiterlesen: Den Leserbrief der BI Buntes Reudnitz zum LVZ-Artikel in Gänze (PDF, Stand 8.5.2010) gibt es hier .

Bereits am 7. Mai hatte das Leipziger Forum für kritische Rechtsextremismusforschung ("Engagierte Wissenschaft" e. V.) mit einer Pressemitteilung auf die LVZ-Darstellung reagiert. Lesen lohnt sich: "Dem Oberbürgermeister ist zu raten, (...) sich weiter deutlich gegen Neonazis auszusprechen. Die Kritik von Weißgerber und Feist an dem Aktionstag in Lindenau läuft auf den Versuch hinaus, jeglichen Antifaschismus zu diskreditieren, der sich nicht gleichzeitig auch als Anti-Extremismus und Anti-Antifaschismus gibt. Am meisten Beifall dafür ist ihnen von den Nutzer_innen des NPD-Zentrums in der Odermannstraße gewiss. Diese betrachten den 8. Mai auch nicht als Tag der Befreiung. Und gefeiert wird stattdessen am 20. April."

Der Text in ganzer Länge auf www.engagiertewissenschaft.de

Am 10. Mai nahm der Redakteur der Leipziger Internetzeitung , Michael Freitag, den LVZ-Artikel unter die Lupe und fand Gemeinsamkeiten mit der Rhetorik in der NPD-Zeitung "Deutsche Stimme" und dem Sprachrohr der Neuen Rechten, "Junge Freiheit":

"Das Peinliche ist nur, dass der Sprachgebrauch "Antifa-Falle" einer sehr eindeutigen Publizistik zuzuordnen ist. Wer auf solche Quellen zurückgreift, und sei es auch nur unbewusst, hat ein Problem. Ein Glaubwürdigkeitsproblem sowieso. Der ist in eine Falle getappt und hat's nicht mal gemerkt. Oder hat er es doch gemerkt? – Dann würde es allerdings ganz dunkel werden."

Den vollen Text gibt es auf www.l-iz.de (Begriff "Antifa-Falle" ins Suchfeld eingeben)

Bilden Sie sich selbst eine Meinung:

"Demo-Grüße von Jung. Der Oberbürgermeister grüßt eine Antifaschismus-Aktion und löst in der SPD Befremden aus" (Armin Görtz/LVZ, 06.05.2010): Hier lesen.

Von der LVZ skandalisiert ... Grußwort von OBM Jung (PDF, Stand: 15.04.2010): Hier lesen.

Ebenfalls von der LVZ angegriffen ... Aufruf zu Demo und Kundgebung in Lindenau am 8. Mai 2010 (Stand 02.05.2010): Hier lesen.

Plakat 8. Mai 2010

Frühjahrsputz in unserem Viertel

Kein Raum für Neonazi-Parolen in Reudnitz! So lautete unsere zweite Einladung zum Spazieren gegen Rechts

Wer genau hinschaut, hat sie vielleicht schon gesehen – Parolen wie „Nationaler Sozialismus jetzt“ gehören zum Leipziger Stadtbild. In Reudnitz war diese neonazistische Forderung mehrere Wochen an einer REWE-Kaufhalle zu lesen. Reudnitzer_innen und interessierte Leipziger_innen waren aufgerufen, gemeinsam mit Mitgliedern der Bürgerinitiative Buntes Reudnitz rechtsextreme Propaganda zu entfernen.

Sonntag, 25. April 2010, 14 -16 Uhr

Wir waren in Dresden - Nazis blockieren.

Nazifrei! Dresden stellt sich quer

Wer sich im Nachhinein informieren möchte, kann das hier tun: www.dresden-nazifrei.com

Samstag, 13. Februar 2010

Reudnitzer Filmwoche - Klappe, die Zweite!

Für Kinofreunde, mit Anstößen zum Weiterdenken und zum Perspektive wechseln. 2009 war das Thema: „Der Fremde Nebenan“. In Kooperation mit Filmschule Leipzig e. V. und Landesfilmdienst Sachsen. Ausführliches Programm zur Filmwoche (Stand 01.11.2009) zum Nachlesen: Hier.

23. bis 27. November, im Regina-Filmpalast, Dresdener Str. 56/EINTRITT FREI.

Lesung "Liebe in apokalyptischer Landschaft"

Die Literatur steht schwarz auf weißem Papier, aber sie muss auch stattfinden! Fünf Studenten des Literaturinstituts Leipzig veranstalteten ein sehr gut besuchtes Lesespektakel: Eine Mischung aus Live-Hörspiel, Lesung, Theater, Happening und Konzert. Veranstalter: BI Buntes Reudnitz

23.10.2009, 20 Uhr Four Rooms/EINTRITT FREI

Demokratie und Toleranz säen: Reudnitzer Aktionstag gegen Neonazi-Aufmarsch

Kinder aus dem Stadtteil haben bunte Blumentöpfe gestaltet und Kresse gesät. Reudnitz-Thonberg zeigte, dass sich die Leipziger der Neonazi-Demonstration am 17. Oktober kreativ widersetzen. Ein Gemeinschaftsprojekt von BI Buntes Reudnitz, Brückenschlag e. V. und Mühlstraßen e. V.

10.10.2009, 10–16 Uhr, Kaufland (Eingang Dresdner Straße 80)

INFOS + Aktionstraining LEIPZIG NIMMT PLATZ

Juristisches 1x1 des zivilen Ungehorsams: Eine Rechtsanwältin erklärte Rechte und Pflichten bei angemeldeten oder spontanen Aktionen. Was muss ich beachten, wenn ich an Demonstrationen teilnehme? Darf ich mich einfach auf die Straße setzen? Was fange ich mit einem Platzverweis an?

Aktionstraining: Neben einem bunten Stadtteilfest gab es am 17. Oktober auch Wi(e)dersetz-Aktionen. Gemeinsam Gesicht zeigen, sich hinsetzen, sich den Nazis widersetzen - erfahrene Trainer zeigten, wie das geht. Leipziger konnten kreative und friedliche Protestformen ausprobieren.

Demo-Sani-Workshop: Bei vielen Aktionen unter freiem Himmel sind ehrenamtliche SanitäterInnen dabei, um Erste Hilfe zu leisten. Wie kann ich MitdemonstrantInnen helfen, denen es körperlich oder psychisch nicht gut geht? Wie unterstütze ich jemanden, der Pfefferspray abbekommen hat? Etc.

Außerdem: Transparente-Malen, Austauschen, Leute kennenlernen. Die Volksküche Krisenherd & das Kulturcafé Knicklicht haben mit heißen Getränken und Luxus-Pasta den Regen vergessen gemacht.

Sonntag, 11.10.2009, ab 11.30 Uhr, Kulturcafé Knicklicht, Dresdner Straße 79